Vernissage 13. Juli 2018


Tomoe Hikita und Johannes Bauer beschäftigen sich mit dem gemalten Bild und untersuchen auf unterschiedliche Weise Phänomene der Abstraktion.

In den monochrom wirkenden Bildern von Tomoe Hikita sind zunächst eigenwillige Formen zu erkennen, die an Zeichen und Symbole erinnern, ohne dass sie scheinbar einen offensichtlichen realen Bezug oder Sinn haben. Durch einen zurückhaltenden lasierenden Farbauftrag wird jedoch bei längerem Beobachten der harmonisch komponierten Leinwände deutlich, dass sich hinter diesen Formen Fragmente und Spuren menschlicher und tierischer Gestalten verbergen können. Im Potential dieser Formen und Zeichen findet Tomoe Hikita neben überraschenden malerischen Momenten, Raum für subtilen Witz, geistreiche Erfindung und persönlichen Bezug.

Im Gegensatz zu den gesetzten Bildkompositionen von Tomoe Hikita ist in den Gemälden von Johannes Bauer eine intuitive künstlerische Praxis spontan ablesbar, die sich unter anderem mit den Grenzen des Tafelbildes auseinandersetzt. Grelle, industriell wirkende Farben nutzt Johannes Bauer zunächst, um gedankliche Prozesse und visuelle Eindrücke seiner Umwelt zu abstrahieren. Im ablesbaren malerischen Prozess findet jedoch eine Auseinandersetzung mit der gefundenen Farb - und Form dynamik statt, durch die fast unsichtbare Zwischenräume akzentuiert werden. Johannes Bauer entwickelt in diesen Lehrstellen kartografisch wirkende Details, die zwischen Welterschaffung und Endzeit oszillieren.

Tomoe Hikita und Johannes Bauer sind Studierende der Klasse Prof.

Susanne Kühn an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Ab 13.7. 2018 werden aktuelle Werke beider Studierenden im Kunstverein Amberg zu sehen sein.

http://www.klasse-kuehn.de/index.php/studenten/tomoe-hikita/

http://www.klasse-kuehn.de/index.…/studenten/johannes-bauer/
 

6. Künstlersymposium

6. Amberger Künstlersymposium 2018 – SIV

unterstützt  von  A.K.T. Kunstverein

vom 27.5. bis 2.6. arbeiten bis zu 20 KünstlerInnen cross over in den unterschiedlichsten Disziplinen im ehemaligen Autohaus auf dem Zinklareal in Amberg.


Neben  bildender Kunst wird es in diesem Jahr auch musikalische Beiträge, Videoarbeiten und Performance geben. Das Symposium bezieht sich  thematisch auf die Aktionswoche “Amberg progressiv”, die im Jahr 1968 unterschiedlichste Kunstschaffende zusammen rief.Ein Auszug aus dem Eröffnungstext zur Aktionswoche „ Amberg progressiv“ von 1968.

„Was wir erwarten ist ein kritisches Bewusstsein, ist die Bereitschaft Vorurteile abzulegen und sich von  passivem Konsumenten loszusagen. Wir sollten aufhören irgendwelche Schlagworte nachzubeten. Wir sollten diskutieren. Wir sollten fragen und in Frage stellen. Aus dieser Forderung ergibt sich die Konzeption.“

Das  Amberger Symposium 2018 begibt sich 50 Jahre später auf Spurensuche. Die Künstler des Symposiums 2018 nehmen Bezug, entwickeln Positionen und reflektieren über das Konzept der Aktionswoche  „Amberg progressiv“.

 

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